Jüdisches Denken: Theologie - Philosophie - Mystik

Jüdisches Denken: Theologie - Philosophie - Mystik
Band 5: Meinungen und Richtungen im 20. und 21. Jahrhundert
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82,00 €*

ISBN-13:
9783593511078
Einband:
Buch
Erscheinungsdatum:
09.10.2019
Seiten:
857
Autor:
Karl Erich Grözinger
Gewicht:
1338 g
Format:
237x169x55 mm
Sprache:
Deutsch
Inhaltsverzeichnis
VORWORT 25EINFÜHRUNG 27
1. Einheit und Disparatheit - in Geschichte und Gegenwart 27
2. Geographische Neuverortung des europäischen Erbes 30
3. Die Aufspaltung des Judentums - Denominationen 32
4. »Systematische Theologie« als neues Merkmal jüdischen Denkens 35
5. Die Autoren und Autorinnen 38
TEIL I - EIN LETZTES VERMÄCHTNIS DES ALTEN DEUTSCHEN UND FRANZÖSISCHEN JUDENTUMS - DIALOGISCHER EXISTENTIALISMUS VOM BEGINN DES 20. JAHRHUNDERTS
I. EINE EPISTEMISCH-EXISTENTIELLE HEILSKONZEPTION DES DOPPELTEN WEGES AUS JUDENTUM UND CHRISTENTUM - FRANZ ROSENZWEIG (1886-1929) 47
1. Biographisches 47
2. Der Stern der Erlösung 48
2.1 Das Anliegen 48
2.1.1 Das persönlich-soziale Anliegen 48
2.1.2 Das philosophische Anliegen 50
2.2 Der philosophische Hintergrund - Schelling 58
2.3 Die Architektur des Stern der Erlösung und deren Aussage 61
2.3.1 Die Struktur 62
2.3.2 Die bildlich symbolische Darstellung der epistemischen Weltzeitalter 66
2.4 »Die Elemente oder die immerwährende Vorwelt« - Die Begründung und Herleitung der drei Grundelemente des Wissens mit Hilfe einer neuen Logik der Sprache 68
2.4.1 Die drei Grundelemente der Welt: Gott, Welt und Mensch - der Weg vom Nichtwissen zum Wissen 69
2.5 Die Sprach-Logik als Mittel der Wissensgenerierung 71
2.5.1 Die Sprache 73
2.5.2 Die Explikation der drei Urelemente mithilfe der vorweltlichen sprachlichen Urwörter 77
2.6 »Gott und sein Sein oder Metaphysik« 78
2.7 »Die Welt und ihr Sinn oder Metalogik« 80
2.8 »Der Mensch und sein Selbst oder Metaethik« 82
2.9 Die Bahn - oder die allzeit erneuerte Welt - das Wunder der Offenbarung 84
2.9.1 Wie kann das Wunder der Offenbarung erlebt werden? - »Offenbarung oder die allzeiterneuerte Geburt der Seele« 87
2.9.2 Offenbarung als Dialog 92
2.10 Die neue Sicht der drei Urelemente Gott, Welt und Mensch dank der Offenbarung 93
2.10.1 Das Sinnbild der Sprache 93
2.11 »Schöpfung oder der immerwährende Grund der Dinge« 95
2.12 »Erlösung oder die ewige Zukunft des Reichs« 97
2.13 Die Gestalt oder die ewige Überwelt 102
2.14 »Über die Möglichkeit das Reich zu erbeten« 104
2.15 Judentum und Christentum - ihre Rolle im Erlösungswerk 108
2.15.1 Das Judentum - Das Feuer oder das ewige Leben 108
2.15.2 Die Theologie der jüdischen Heimatlosigkeit - der negative Mythos 108
2.15.3 Die Theologie der jüdischen Liturgie im Wochen- und Jahreszyklus - der positive Mythos 112
2.15.4 Das Christentum - Die Strahlen oder der ewige Weg 114
2.15.5 Die bleibende Differenz zwischen Judentum und Christentum und deren Nutzen im Heilsplan 119
2.16 Gottes Wahrheit muss des Menschen eigene Wahrheit sein 122
II. MYSTIK DES DIALOGS - MARTIN BUBER (1878-1965) 126
1. Biographisches 126
2. Grundzüge des Denkens 127
2.1 Das vielgefächerte Denken 127
2.2 Das »offizielle Scheinjudentum«
und das »unterirdische Urjudentum« 129
2.3 Dualität und Einheit - eine konstante Denkstruktur Bubers 132
2.3.1 Dualität im Judentum als »Religion« und als »Nation« 132
2.3.1.1 Judentum als Religion oder Religiosität 133
2.3.1.2 Judentum als Nation: Gesellschaftszwänge oder persönliche Blutsverbundenheit 136
2.3.2 Dualität als universelle »Urzweiheit« 139
2.3.2.1 Die »Urzweiheit« individual- und völkerpsychologisch 139
2.3.2.2 Dualität der Weltwahrnehmung: Orientierung oder Verwirklichung 141
3. »Ich und Du« - Bubers Dialog-Mystik 148
3.1 Ist Bubers Dialogik eine Form der Mystik? 148
3.2 Überblick über die drei Teile des Buches 150
3.3 Bubers Verhältnis zu Ferdinand Ebner 152
3.4 Die zwiespältige Haltung des Menschen zur Welt: Beziehung oder Erfahrung 153
3.5 Wesensmerkmale der Beziehung 157
3.6 »Geist« - das Kontinuum der momentanen Beziehungen 161
3.7 Das ewige Du als Grundlage des Kontinuums der Beziehung 163
3.8 Beziehung als Offenbarung 166
III. DIE HERAUSFORDERUNG DURCH DAS »GESICHT« DES ANDERN - EMMANUEL LÉVINAS (1905/6-1995) 168
1. Biographisches 168
2. Grundzüge des Denkens 168
3. Ansprache oder Verstehen - das menschliche Gegenüber 174
4. Das Gesicht, »visage« oder Antlitz 177
5. Die Forderung des Andern an das Ich - Grund und Ziel der Ethik 179
6. Das menschliche Subjekt - als Unterworfenes und Angeklagtes 181
7. Die Geschöpflichkeit und das »Geworfensein« des Menschen als Grund seiner heteronomen Situation .183
8. Der Mensch als Ebenbild Gottes 184
9. Trennung des Selbst vom Anderen als Akt der imitatio dei 187
TEIL II - AUFGLIEDERUNG DES JUDENTUMS - DAS DEUTSCH-JÜDISCHE ERBE IN DER NEUEN WELT DIE JÜDISCHEN DENOMINATIONEN DER GEGENWART - IN SELBSTDARSTELLUNGEN 193
1. Vorbemerkung 193
2. Die Moderne Orthodoxie - Centralist Orthodoxy - Inklusion trotz Abgrenzung - im Sinne des alten
Israel-Begriffes 194
3. Die völlige Separierung der rechten Orthodoxie von einem »Judaism without Sinai« - Agudath Israel of America und andere 199
4. Das Reform-Judentum oder Progressive-Judaism 202
4.1 Überblick 202
4.2 1885 - Die Pittsburgh Platform - Aufklärung und antinationaler Universalismus 203
4.2.1 Gott 203
4.2.2 Bibel - Tora - Gesetz 203
4.2.2.I Die Bibel 203
4.2.2.II Das Gesetz 204
4.2.2.III Ritualgesetze 205
4.2.2.IV Universeller antinationaler Messianismus 206
4.3 1937 - Die Columbus Platform - im Bezugsfeld moderner Wissenschaft und des Zionismus 207
4.3.1 Präambel 207
4.3.2 Gott 207
4.3.3 Bibel - Tora - Gesetz 208
4.3.3.I Tora 208
4.3.3.II Ethik 210
4.3.3.III Ritualgesetze 211
4.3.4 Das jüdische Volk - Rückkehr des Partikularismus 212
4.4 1976 A Centenary Perspective - bittere Lehren aus der Geschichte - der Wert des Partikularen neben Wissenschaft und Universalismus 212
4.4.1 Präambel - Grundsätze 212
4.4.2 Gott 213
4.4.3 Bibel - Tora - Gesetz 214
4.4.3.I Tora 214
4.4.3.II-III Ethik und Ritualgesetz 215
4.4.4 Staat Israel und Diaspora 216
4.5 1999 - A Statement of Principles for Reform Judaism - Diaspora und Staat - Verbundenheit durch rituelle und historische Jüdischkeit - alte Reformelemente 218
4.5.1 Präambel 218
4.5.2 Gott 218
4.5.3 Bibel - Tora - Gesetz 220
4.5.3.I Tora 220
4.5.3.II Traditionsgebote - Riten 221
4.5.3.III Universelle Ethik 221
4.5.3.IV Staat Israel und Diaspora 223
5. Conservative Judaism - Masorti 225
5.1 Historische Anmerkungen 225
5.2 Emet Ve'Emunah - Statement of Principles of Conservative Judaism - 1988 227
5.2.1 Vorbemerkung 227
5.2.2 »Theologie« 228
5.2.2.1 God in the World 228
5.2.2.2 Die Offenbarung 229
5.2.2.3 Die Halacha 230
5.2.2.4 Die Frage des Bösen und die Ablehnung der Theodizee 233
5.2.2.5 Eschatologie 234
5.2.2.6 Messiaserwartung 234
5.2.3 »Die Nation« 235
5.2.3.1 Das jüdische Volk - Bund und Erwählung 235
5.2.3.2 Der Staat Israel 235
5.2.3.3 Israel und die Diaspora - Die zentrale Stellung von Israel 236
5.2.3.4 Das Ideal von Klal-Jisra'el - der Gesamtheit Israels 238
5.2.3.5 Nehmen und Geben zwischen Religionen und Kulturen in Vergangenheit und Gegenwart 238
5.2.3.6 Tikkun ¿Olam als jüdische Aufgabe 238
5.2.4. Ein Leben der Tora - das religiöse Leben 240
5.2.4.1 Vorbemerkung 240
5.2.4.2 Frauen 240
5.2.4.3 Das jüdische Heim 240
5.2.4.4 Das Gebet 240
5.2.4.5 Das Tora-Studium 242
5.3 Conservative Judaism: Religiöse Nation - nationale Religion - Die Sicht von Ismar Schorsch 243
5.3.1 Vorbemerkung 243
5.3.2 Erster Grundwert: Die Zentralität des modernen Israel 243
5.3.3 Zweiter Grundwert: Das Hebräische - die unersetzbare Sprache jüdischer Ausdrucksweise 244
5.3.4 Dritter Grundwert: Hingabe an das Ideal eines Gesamt-Israel (Klal Jisra'el) 245
5.3.5 Vierter Grundwert: Die bestimmende Rolle der Tora
in der Neugestaltung des Judentums 245
5.3.6 Fünfter Grundwert: Das Tora-Studium 246
5.3.7 Sechster Grundwert: Die Halacha als die Gestaltungsherrschaft des jüdischen Lebens 247
5.3.8 Siebter Grundwert: Der Glaube an Gott 248
6. Reconstructionist Judaism 250
6.1 Vorbemerkung 250
6.2 Die in steter Entwicklung befindliche religiöse Zivilisation (Kultur) des jüdischen Volkes 250
6.3 Das jüdische Volk 251
6.4 Die Vergangenheit hat ein Votum aber kein Veto 252
6.5 Das Verhältnis zur Halacha 253
6.6 Die Hoffnung für die jüdische Zukunft 254
7. Tikkun 'Olam - eine universalistisch sozial-liberale social justice-Bewegung 256
8. Humanistic Judaism 260
9. Philosophie als eine die Denominationen übergreifende selbständige Form jüdischer Selbstexplikation 263
9.1 Vorbemerkung 263
9.2. »Philosophie« und »Weisheit« - als rationale Denkformen im Judentum 264
9.3 Die innerjüdische Debatte um eine jüdische Philosophie im 20. Jahrhundert - gibt es Kriterien für das Attribut »jüdisch« 264
9.4 Der altorientalisch-biblische Rationalismus - Weisheit als Orientierungswissenschaft 269
9.5 Der rabbinisch-talmudische Rationalismus der Antike - Weisheit als kategorisierende Wissenschaft 270
9.6 Das Mittelalter: Philosophie als die Suche nach der einen Wahrheit -Vereinung von Vernunft und Offenbarung 271
9.7 Von der Neuzeit bis zur Aufklärung: Die Marginalisierung der Philosophie in ihrer Bedeutung für die Offenbarung 274
9.8 Das 19. Jahrhundert: Die Inthronisierung der Philosophie als der neuen Sinnstifterin einer säkularen Kultur-Gesellschaft 277
9.9 Die Gegenwart: Unterschiedliche Konzepte von jüdischer Philosophie 284
TEIL III - DIE ENTFALTUNG DES EUROPÄISCH-JÜDISCHEN DENKENS IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA - DIE GROSSEN DENKER
I. ERKENNTNISTHEORIE, PHILOSOPHIE UND HALACHA - ORTHODOXE ANNÄHERUNGEN AN DIE MODERNE - JOSEF DOV (BER) HA-LEVI SOLOVEITCHIK (1903-1993) 291
1. Biographisches 291
2. Das denkerische Profil Soloveitchiks 293
3. Halacha als eine der legitimen Erkenntnis-Methoden im modernen Methodenpluralismus - The Halakhic Mind 297
3.1 Der Erkenntnis-Pluralismus der Moderne 297
3.2 Die Geschichte der Erkenntnistheorie und die daraus folgende Forderung nach einer eigenen religiösen Epistemologie 289
3.2.1 Die Folgen für das Verständnis von Religion 303
3.2.2 Die religiöse Epistemologie 304
3.2.3 Die Halacha als die höchste Form religiöser Objektivierung 310
4. Der Halacha-Mensch - 'Isch ha-Halacha 312
4.1 Zielsetzung und Charakter der Schrift 'Isch ha-Halacha 312
4.2.1 Die Bipolarität des 'Isch ha-Halacha - des Halacha-Menschen 315
4.2.2 Die widersprüchlichen Persönlichkeitstypen im 'Isch ha-Halacha: der »homo religiosus« und der »Mensch der wissenschaftlichen Erkenntnis« und deren ontologischer Grund 317
4.3. Die Halachische Erkenntnisweise 318
4.3.1 Die Erkenntnisweise des Halacha-Menschen - mittels eines die Erkenntnis leitenden »a priori« 318
4.3.2 Das apriori des Halachisten 323
4.3.3 Halacha als Objektivierung der subjektiven Religiosität - eine Verkehrung des psychologischen Ansatzes - und der Vergleich mit der Naturwissenschaft 325
4.3.4 Das die Erkenntnis leitende Interesse der Halacha - die Norm 329
4.4 Das abzulehnende Gegenmodell - der homo religiosus normalis 331
5. Halacha als Mittlerin der widerstreitenden Bewusstseinsebenen des Menschen - der phänomenologische Zugang 333
5.1 Das Grundthema der Schrift U-vikaschtem mi-scham (»von dort aus werdet ihr suchen«) 333
5.2 Die Herkunft und der Ort der Religion 335
5.3 Imitatio dei und Devekut - das Haften an der Gottheit 341
5.3.1 »Das sich sehnende und sich fürchtende Herz« - das mysterium fascinosum et tremendum - Bewusstseinsbeschreibung statt Metaphysik 341
5.3.2 Imitatio dei als Ersatz für die unio mystica 343
5.3.3 Die Devekut - das Haften an der Gottheit - die halachische Deutung 344
5.3.4 Der epistemologisch-metaphysische Grund der Devekut 347
5.3.5 Die Funktion der Halacha - als Lehrmeisterin und Führerin des menschlichen Bewusstseins 354
5.3.6 Die Offenbarung 359
6. Halacha als Ausgleich der beiden existentialen Grundtypen des Menschen - The Lonely Man of Faith 361
6.1 Therapeutisch-existentialistisch-biographisches Schreiben 361
6.2 Ontologisch-exegetische Begründung des existentialen menschlichen Dilemmas. 364
6.2.1 Adam I und Adam II - zwei gegensätzliche Typen 365
6.2.1.1 Adam I 366
6.2.1.2 Adam II 366
6.3 Der Glaube 368
6.4 Die Einsamkeit des Glaubens-Menschen 370
6.5 Die Erlösung 372
6.6 Die »Glaubens-Gemeinschaft« als »Bundes-Gemeinschaft« 374
6.7 Stellung und Rolle der Halacha 378
7. Israel als Volk und Staat in gemeinsamem Leiden - der daraus folgende Auftrag und Verzicht auf Theodizee 379
7.1 Das Thema vom Leiden des Gerechten und dessen Bearbeitung durch Soloveitchik 379
7.2 Die duale Verfasstheit des Menschen angesichts der Leiden 381
7.2.1 Die schicksalhafte und die Berufungs-Existenz 381
7.2.2 Schicksals- und Berufungs-Existenz des jüdischen Volkes nach der Maßgabe der beiden biblischen Bünde Gottes mit Israel 383
7.2.3 Der Schicksals-Bund für Israel 383
7.2.4 Der Berufungs-Bund für Israel 384
7.3 Die Israel von Gott geschenkte neue Situation 384
7.3.1 Die Folgerungen aus der neuen Situation 386
II. DAS BEWUSSTSEIN VON DER ZUWENDUNG GOTTES - ABRAHAM JOSHUA HESCHEL (1907-1972) 389
1. Biographisches 389
2. Grundlinien des Denkens 390
2.1 Die Phänomenologie der Dissertation zur Prophetie 390
2.2 Ein kurzer Blick auf Edmund Husserl zum Vergleich 392
2.3. »Eine Philosophie des Judentums« als Phänomenologie der jüdischen Religion 394
3. Religion auf der Grundlage des menschlichen Bewusstseins 399
3.1 Gottes Gegenwart im menschlichen Glauben 399
3.2. Gottes Gegenwart in der Geschichte und in der Bibel 404
3.3 Gottes Gegenwart im Tun der Menschen 410
3.3.1 Die Gebote als Hilfe für Gott im Werk der Erlösung 410
3.3.2 Nicht einzelne Gebote, sondern jüdischer Way of Life 412
III. INDIVIDUELLES ERLEBEN ALS TEIL DES BUNDESVOLKES ISRAEL - EUGENE B. BOROWITZ (1924-2016) 414
1. Biographisches 414
2. Grundzüge des Denkens 414
3. Der Glaube als Grundlage von Religion und Theologie 416
4. Was ist das Judentum der Entscheidung - die rationale Darlegung 419
5. Das Judentum als Volk des Bundes 420
6. Was ist der Wille Gottes und was die Tora-Offenbarung? 425
7. Die Rolle der jüdischen Theologie 428
IV. JUDENTUM ALS ZIVILISATION - DIE FRAGE NACH DEM WESEN DES JUDENTUMS UND DESSEN »REKONSTRUKTION« - MORDECAI M. KAPLAN (1881-1983) 429
1. Vorbemerkung - das Problem des Judentums nach Aufklärung und Emanzipation 429
2. Kaplans Buch Judaism as A Civilization - Ein Vorschlag zur Rekonstruktion des Judentums 430
2.1 Das Neue an Kaplan - ein Schlaglicht 430
2.2 Biographisches 431
2.3 Die Aufgabe 433
3. Die Analyse der Krise des Judentums 435
3.1 Die Ursachen der Krise - der Verlust der Transzendenz und ein neues Menschenbild 436
3.2 Die Kräfte der Desintegration des Judentums als eigenständiger sozialer Größe 440
3.2.1 Die moderne Staatsauffassung als desintegrativer Faktor für das Judentum 441
3.2.2 Die moderne Wirtschaftsordnung als desintegrativer Faktor des Judentums 443
3.2.3 Modernes Denken und moderne Gesellschaftsformen als desintegrative Faktoren des Judentums 444
3.2.3.1 Der Glaube an Gott 445
3.2.3.2 Das Volk Israel als Gottes erwähltes Volk 447
3.2.3.3 Die Tora als Gottes Offenbarung 448
3.3 Endogene und exogene oft unbewusst wirkende Erhaltungskräfte des Judentums 450
4. Die Suche nach der bestandswahrenden Differenz des Judentums 453
5. Judentum als Zivilisation oder umfassende Kultur 457
5.1 Das Land 458
5.2 Die Sprache 460
5.3 Sitte, Gesetz und Brauchtum 460
5.4 Heilige Werte, Wertvorstellungen, heilige Sachen und Religion 461
5.5 Kunst 463
5.6 Die Gesellschaftsstruktur 463
6. Judentum als gesellschaftlicher Prozess - eine neue »Tora« 466
7. Gesellschaft - Religion - Gott 469
7.1 Die neue Form des Gottesglaubens - die persönliche Religion 472
7.2 Die neue Form des Gottesglaubens in der Volks-/National-Religion 480
7.3 Der Weg zur neuen Religion - funktionale Deutung der Tradition 485
8. Judentum als Lebensweise - »Way of Life« 489
9. Die unverzichtbaren Requisiten oder Sancta des Judentums 490
10. Die Gebote der Tora 493
10.1 Die religiösen Volksbräuche 495
10.2 Die kulturellen Volksbräuche 497
V. JUDAISM BEYOND GOD - HUMANISTISCHES JUDENTUM - SHERWIN T. WINE (1928-2007) 499
...
Beschreibung
Meinungsvielfalt im Judentum ist sprichwörtlich. Dass sich diese aber in Konfessionen und Parteiungen niederschlägt, ist eine Erscheinung, die erst mit der Emanzipation einsetzte. Denominationen haben sich vor allem in Nordamerika etabliert. In Israel wird um das Verhältnis von Religion und Staat gerungen; dort versucht man, mit Religion oder Traditionselementen Politik zu machen. Meinungen treten nun als Verlautbarungen und Parteiprogramme auf, die miteinander rivalisieren. Ein völlig neues Phänomen ist auch ein vielgestaltiger, innovativer Feminismus. Aber auch die altbewährte Philosophie hat sich zu einem in vielen Farben schillernden Gruppenphänomen entwickelt. Selbst der dezidierte Atheismus und antizionistisches linkes Judentum schöpfen aus dem Traditionsarsenal. So ist das vernichtete europäische Judentum bis in die Gegenwart auf Schritt und Tritt spürbar. Band 5 bildet den Abschluss der Reihe »Jüdisches Denken«, deren Bände schon heute als Standardwerke gelten.
Autor
Karl Erich Grözinger ist Professor emeritus für Religionswissenschaft und Jüdische Studien an der Universität Potsdam und war Senior Professor am Zentrum Jüdische Studien Berlin- Brandenburg.

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